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Alcantara ist der Name eines in Japan entwickelten und in Italien in Lizenz hergestellten auf Polyester und Polystyrol basierenden Mikrofaserstoffs.
In Japan wird Alcantara auch Ecsaine genannt, in den USA kennt man es als Ultrasuede.

Alcantara wird manchmal fälschlicherweise als Leder oder Kunstleder bezeichnet.

Durch Extrusion der beiden miteinander vermischten Grundkomponenten entsteht ein extrem dünner Faden, aus dem sich besonders weiche und anschmiegsame Stoffe weben lassen, die in ihrer Oberflächenbeschaffenheit an Veloursleder erinnern. Alcantara kommt in den verschiedensten Bereichen der Textilverarbeitung als Vliesstoff zum Einsatz, so zum Beispiel für Bekleidung und als Gebrauchstextilie (Dekostoff oder im Innenbereich von Autos als Sitzbezug oder Verkleidung). Alcantara ist preislich vergleichbar mit hochwertigem Autoleder, der Vorteil liegt im geringen Verschnitt, denn Alcantara wird als Meterware verkauft mit 142 cm Breite (früher 128 cm Breite). In Autos werden damit Sitze, Verkleidungen, Säulen, Türverkleidungen und Himmel bezogen.

Leder ist eine durch Gerbung chemisch haltbar gemachte Tierhaut, deren natürliche Faserstruktur weitgehend erhalten ist. Grundsätzlich muss zwischen den Begriffen Leder und Pelz (Pelzfell) unterschieden werden.
Leder wird meist aus der Lederhaut (anderer Name Dermis) genannten Hautschicht gewonnen. Diese gliedert sich ihrerseits in die nach außen liegende, der Lederoberfläche ihr glattes Aussehen gebenden Papillarschicht und die darunter liegende, für die mechanische Festigkeit verantwortliche Retikularschicht. Während z. B. Spaltleder nur aus der Retikularschicht besteht, werden beispielsweise Skivers, das sind sehr dünne Schafleder, fast nur von der Papillarschicht gebildet.

Pelzfelle enthalten neben der Lederhaut noch die haarbildende Oberhaut oder Epidermis.

Die Körperhülle von Rind, Ross, Büffel, Esel, also alles von größeren Tieren und auch die vom Schwein wird im rohen ungegerbten Zustand ebenso wie als Leder als Haut bezeichnet. Die Hülle von kleineren Tieren wie z. B. Kalb, Ziege, Schaf, etc. wird grundsätzlich Fell genannt. Sind nach der Gerbung die Oberhaut und Haare noch erhalten, spricht man von Pelz oder Pelzfellen.

Nach dem Abzug liegen die Häute und Felle meist flach vor. Bei kleinen Tieren, vor allem bei Pelzfellen, wird die Haut manchmal als Balg abgezogen. Sie liegt dann in einer schlauchförmigen Form vor.

Leder ist ein geschmeidiges, zähes, relativ festes, haltbares und vielseitig einsetzbares Material. Es ist relativ undurchlässig für Wasser, trotzdem ist es atmungsaktiv, d. h. ausreichend durchlässig für Luft und Wasserdampf.
Für die technische Beschreibung und Qualitätsbeurteilung von Leder sind die Dichte (spezifisches Gewicht), die Zugfestigkeit, die Dehnbarkeit, die Bruchfestigkeit des Narbens, die Wasser- und Luftdurchlässigkeit, die Lichtbeständigkeit und die Schrumpfung entscheidend. Neben diesen physikalischen Werten werden auch chemische Werte wie Fettgehalt, Schrumpfungstemperatur im nassen Zustand, Gerbstoffgehalt, Waschbarkeit, Säuregehalt, etc. beurteilt. Für die chemischen und physikalischen Parameter gibt es für die meisten Lederarten entsprechende Richtwerte.

Schwer oder gar nicht messbar sind Eigenschaften wie Weichheit, Struktur und Griff und auch die Optik. In der Praxis sind diese Eigenschaften für eine Entscheidung ob, und welches Leder verwendet wird oft ebenso wichtig wie die technischen Parameter.

Als Kunstleder wird in der Regel der Verbund von textilem Gewebe mit einer Beschichtung aus Kunststoff verstanden. Hierbei handelt es sich um Naturfasergewebe oder Kunstfasern, die mit einer weichen PVC-Schicht beschichtet sind. Diese Beschichtungen können je nach Anwendungsfall kompakt oder geschäumt ausgeführt werden. Häufig sind die Oberflächen genarbt, sodass sie einer Lederstruktur entsprechen.

Anwendungsbeispiele für Kunstleder sind Gürtel, Schuhe, Taschen, Bälle (z. B. Fußbälle), automobile Faltdächer, Sitzbezüge oder auch Möbel wie Sofas und Sessel. Moderne Kunstleder besitzen anstelle der PVC-Beschichtung eine Polyurethan-Beschichtung.

In Produktbeschreibungen und in der Werbung wird Kunstleder oft mit dem synkretistischen Begriff "faux Leder" (von faux, franz.: falsch) bezeichnet.